Hof - Do bin iech daham

 

Im Jahr 2014, als wir uns entschlossen in die alte Heimat Hof zurückzukehren, wurde die Idee zu diesem Projekt geboren. Oftmals bekamen wir von der Ferne mit, wie Dinge in der Stadt beschmiert oder beschädigt wurden. Zudem fiel uns ein starker Gegensatz zu einem mancherorts selbstverständlichen Lokalpatriotismus auf. Mit erschreckender Geringschätzung hörten wir manche Einheimische über Hof sprechen, oft wurden einfach Stereotype nachgesprochen. Wir dachten uns: Das muss nicht sein! Stolz auf unsere Heimat heißt für uns: die Schönheit anderer Regionen achten und schätzen, aber gleichviel die Vorzüge und das besondere Lebensgefühl zu atmen, ein Hofer zu sein. Mit diesem Projekt sollte ein klares Zeichen gesetzt werden: es gibt viele Hoferinnen und Hofer, die ihre Heimat lieben. Und so ging es im August 2015 los: Theresienstein, Untreusee, Kunstkaufhaus, Wartturm, Fachhochschule, usw.... überall trafen wir auf glückliche Hofer, welche die Lebensqualität und Vorzüge ihrer Heimat lobten.


Mit Fatima am Wartturm

 

 

 

Viele Hoferinnen und Hofer werden Fatima als Bedienung vom Volksfest, Schlappentag oder Selber Wiesenfest kennen.

 

 

Die gebürtige Hoferin ist im Bahnhofsviertel aufgewachsen und zur Schule gegangen. „Am Abenteuer-Spielplatz war ich gefühlt 24/7“, lacht Fatima, als sie uns von ihren schönsten Kindheitserinnerungen in Hof berichtet. Sie hat Ausbildungen zur Fremdsprachenkorrespondentin und Marketingassistentin gemacht und anschließend Management & Business studiert.

 

Was schätzt sie nun besonders in ihrer Heimat? „Hof hat eine unheimlich tolle Lebensqualität. Man muss Hof erst vermissen, um es richtig schätzen zu lernen. Man hat hier alles: Freibad, Hofbad, Theater, einen schönen See, oder Orte wie den Wartturm, wo man einfach mal zur Ruhe kommen kann. Das gibt es in vielen Städten nicht!"

 
 

Mit Alexander im Kunstkaufhaus

Alexander Kaier, "Kunstkaufhausdirektor"

Ich mag das Hofer Bahnhofsviertel. Als Kind war ich dort schon immer wahnsinnig gerne bei meiner Oma in der Weißenburgstr., und so hat es mich doppelt gefreut, dass wir heute unweit von dort unseren nächsten Teilnehmer besuchen durften, der das schöne Bahnhofsviertel mit Leben füllt : Alexander Kaiser.

"Ich bin ein Ur- und Herzbluthofer"

Der sympathische Wirt vom KunstKaufHaus wurde im Diakonissenhaus geboren und ist direkt in der Hofer Innenstadt aufgewachsen.

Mitte Juli feiert das KunstKaufHaus bereits sein 5-Jähriges Bestehen. Wie ist nun diese Kneipe entstanden? Alexander Kaiser veranstaltete früher über das damalige Stadtteilbüro die „Schaufensterkünste Bahnhofsviertel“ und die Literaturreihe „Lesungen an ungewöhnlichen Orten“. Thomas Funke vom Stadtteilbüro bat nun Alexander um ein Konzept, wie man im Rahmen des Förderprogrammes „Soziale Stadt“ Leerstand beseitigen könne. Dies war die Geburtststunde des KKH.

„Der sperrige Name KunstKaufHaus“ war ursprünglich Arbeitstitel des Projektes. Die meisten sagen heute nur noch KKH“, schmunzelt der Wirt. Eigentlich war ein Verkaufsraum für Kunst angedacht. Damit dieses Projekt weiterlebt, wurde nun eine Kneipe daraus, in der jährlich viele Veranstaltungen stattfinden.

 

 

Mit Irsci an den Saaleauen

Die Ungarin Ircsi Palazsinec lebt seit über 8 Monaten in Hof und fühlt sich hier sehr wohl. 

 

 

 

In ihrer Freizeit geht Irsci leidenschaftlich gerne ins Fitness-Studio, liebt Shopping-Touren und feiert gerne, vorzugsweise besucht sie das „1st Floor“. 

An Hof schätzt sie die netten Menschen und die Naherholungsmöglichkeiten in der Natur.


Mit Yasmin und Roderiga bei oberkotzau

Die 28-Jährige Yasmin wurde im schönen Münchberg geboren und wohnt nun in Sparneck. "Ich habe zwei Hunde und meine große Leidenschaft sind die Pferde und der Reitsport.  Meine Pferde stehen auf einer Reitanlage bei Hof und gemeinsam sind wir sowohl in der Region Hof als auch in ganz Bayern auf Dressurturnieren unterwegs.“ Yasmin hat die B-Trainerlizenz für den Wettkampfsport Dressurreiten. Bei Tunieren tritt sie für den Reitclub Katanienhof an. „Ich bin glücklich, dass mein Mann mich bei diesem Zeitintensiven Hobby unterstützt“, strahlt sie.

Was schätzt Yasmin besonders an Hof?  "Die Region rund um Hof hat sowohl Naturfreunden, Tierliebhabern, als auch Sportlern viel zu bieten und ich finde es gut, dass es Menschen gibt, die dies nach außen tragen möchten! "

 

 

Mit Lisa an der Hochschule hof

Die Studentin Lisa ist in Hof geboren und im „Vertl“ aufgewachsen. „Mein Opa hat mich oft zum Spielplatz am Theresienstein mitgenommen, dort haben wir dann den ganzen Tag verbracht. Sehr schön waren auch die Wanderungen mit meinen Eltern nach Waldfrieden, dort sind wir dann immer eingekehrt."

 

Lisa hat in Hof bereits ihren Bachelor im Bereich Wirtschaftsingenieurwesen gemacht. „Derzeit mache ich noch meinen Master Marketing Management. Nebenbei habe ich mich mit einem Projekt für Lerncoaching selbstständig gemacht. Ich hoffe, dass dies nach meinem Studium so gut läuft, dass ich davon leben kann."

In ihrer Freizeit ist Lisa viel draußen unterwegs, spielt an der Hochschule Volleyball und geht gerne schwimmen und joggen. 

 

Natürlich haben wir sie auch zu der Region Hof befragt:

„In Hof kann man sich einfach wohlfühlen.Für Studenten ist es vergleichsweise preisgünstig, man kann in der Stadt gut einkaufen gehen, hat kurze Wege zu Freunden - man hat hier alles. Ich fühle mich hier zuhause und würde auch in der Zukunft gerne in der Region bleiben."

 

Mit Franziska und Markus im Wittelsbacher Park

"Zwei die sich verstehen" - so hätte das Motto für unsere gestrige Foto-Session im Wittelsbacher Park mit Franziska und Markus lauten können..

Franziska ist in Münchberg geboren und in Gefrees aufgewachsen. Gemeinsam mit Markus wohnt Sie nun sehr zentral im Herzen von Hof. Beruflich ist sie in der Gemeindeverwaltung Berg tätig.

Markus ist in Hof geboren und wuchs in Schnarchenreuth auf. Später zog er wieder nach Hof, ins Bahnhofsviertel direkt beim Wittelsbacher Park, und genoss dort besonders gerne die Freizeit mit Freunden. Der Projektmanager ist seit 14 Jahren bei der Rehau AG tätig.

In ihrer Freizeit treibt Franziska leidenschaftlich gerne Sport, sie ist Übungsleiterin (Fitness und Trampolin) im Turnverein Berg. Gemeinsam liebt das Paar Radtouren an der Saale und schätzt die Hofer Lokale, Lieblingskneipe ist der„Tompeter“.

An Hof mögen sie besonders die herrliche Natur in der Umgebung und die Lebensqualität in der Stadt.

 

 

Mit Nina am Untreusee

 

Nina wurde in Hof geboren und wohnt in Oberkotzau. „Die meiste Zeit bin ich aber bei meinem Freund“, erzählt sie uns.

 

Sie liebt Musik (Soul), singt und tanzt selbst leidenschaftlich gerne . „In meiner Freizeit mache ich zudem gerne Fotos und gehe mit Freunden aus“.

 

An Hof mag Nina besonders das Flair der Innenstadt, die freundlichen Menschen, die vielen Grünflächen und natürlich besonders die Ruhe am Untreusee.

 

Mit Santina vor der Freiheitshalle

Die gebürtige Hoferin ist im „Vertl“ aufgewachsen, wo sie auch die Christian-Wolfrum-Schule besuchte. Beruflich ist Santina in der Altenpflege tätig. „Der Beruf ist schwer, deshalb bin ich in meiner Freizeit gerne in der Natur, mit meiner Familie am Untreusee oder beim Grillen."

Befragt zu ihren schönsten Kindheitserinnerungen antwortet sie wie aus der Pistole geschossen: „Die Freiheitshalle! Hier war ich oft mit meinen Eltern zum Fasching. Ich war Kelly-Family-Fan, und meine Mutter hat mich oft zu Konzerten mitgenommen, hieran habe ich viele schöne Erinnerungen."


Im Alter von 19 Jahren zog sie nach München und kehrte nach 6 Jahren wieder nach Hof zurück. Was hat sie dort am meisten vermisst?   „Zuerst einmal unser Dialekt. Das „Ho“ und „Na“ ist einzigartig, und unsere fränkische Küche!"

 

Mit Wastl in Mödlareuth

Wastl Steinhäuser ist in Hof kein Unbekannter. Als 1995 der Freistaat Bayern zur Internetoffensive ausholte, stand Wastl an vorderster Front beim „Bürgernetz“ , betreute dies bis 2001 und schulte viele Hofer. Jahrelang stand er an der Tür am „Rockwerk“. Viele kennen ihn sicherlich auch als engagierten Admin diverser Facebook-Gruppen.

„Bei der Grenzöffnung war ich in einem der ersten Züge aus Prag mit dabei. Da bekomme ich heute noch Gänsehaut. Ich reiste mit einem Fernsehteam von Feilitzsch aus im Zug nach Prag und fuhr mit den Flüchtlingen nach Deutschland. Die Stimmung in diesem Zug war unvorstellbar, die Menschen haben gefeiert!"

 

Der gebürtige Hofer ist in Feilitzsch aufgewachsen. „Früher hatten wir ein Gartenhaus am Stein, der Stein war eine zweite Heimat für mich. Im Schillergymnasium war ich auch bekannt wie ein bunter Hund“ lacht er. „Ich hatte damals noch etwas mehr Gewicht und mir hat immer ein Paar Wiener nicht gelangt. Deswegen hat der Walter Rau den sogenannten „Dreiständer“ kreiert: eine Weiße, eine Wiener und eine Bauern auf einem Brötchen. Da werden sich die entsprechenden Jahrgänge vom Schiller noch gut daran erinnern!"

Beruflich deckt er heute „das ganze Spektrum IT“ ab. 

„Was mir an Oberfranken gefällt ist die Einzigartigkeit. Der einmalige Geruch in einer Metzgerei bei uns, die Vielfalt der Bieres. Die Region Hof ist ein Mikrokosmos der einfach lebenswert und menschlich ist."

 
 

Mit Klaus Beer am Fernwehpark

Der Fernwehpark zieht nach Oberkotzau um. Aktuelles gibt es hier:

Das Interview mit Klaus Beer führten wir 2015:

Wo sind Sie geboren und aufgewachsen ?

Ich bin 1951 in Hof geboren und besuchte die Realschule in Hof. Ich bin also HOFER von Geburt an und lebe seitdem in dieser Stadt. Dann erlernte ich den Beruf des Bankkaufmanns und war da vorwiegend in der Kasse und in der Kundenberatung tätig. Da jedoch Zahlen, Formulare und eben trockener Bürokram nie meine Welt waren, versuchte ich einen Sinn im Leben zu finden. Dies war das Reisen und das Filmedrehen. Die Schönheiten auf unserem wunderschönen Blauen Planeten ERDE in Filmen und Bildbänden an mein Publikum weiterzugeben erfüllte mich und ließ mich bis zum Vorruhestand mit 57-einhalb Jahren in der Bank "überleben"... Da ich sehr kreativ bin, einen Blick für Optisches habe und gestalten kann, fühlte mich schon immer als „Künstler“ So war ich über 40 Jahre wie in einem fremden Körper eingesperrt – mit Freigang am Feierabend und zu den Wochenenden. Ganz schlimm. Mut zur Veränderung hatte ich aber nicht. 

Was schätzt Herr BEER selbst an Hof?

Ich bin hier geboren, und da meine Frau hier kirchlich sehr engagiert ist, sind wir einfach hier verwurzelt. Um von Fernwehpark, Fernweh DINER, Starrummel, Filmedrehen Filmvorträgen mal abzuschalten, genieße ich unseren Garten an der Hohen Saas. Dieser ist aber auch kein normaler Schrebergarten. Nach jeder Reise bin ich von den grandiosen Landschaften der Erde so inspiriert, daß ich im Garten Miniwüsten, Steingärten oder Teichlandschaften anlege und weiter ausbaue. Von meiner Frau habe ich jetzt Einfuhrverbot von Steinen… Auch gefallen mir Spaziergänge mit meiner Frau Erika um den schönen Untreusee und wenn wir in die Stadt gehen, gibt es meist nur die Strecke Saaleauen. Da wir sehr tierlieb sind, (Lieblingssendung „Elefant, Tiger & Co“ und oft den Leipziger Zoo mit dem Gondwanaland besuchen) haben wir eine Dauerkarte im Hofer Zoo und sind auch oft auf dem „Stein“ unterwegs. 

Gibt es auch etwas, was Ihnen an Hof nicht gefällt?

Fangen wir umgekehrt an. An Hof gefällt mir, das wir hier, was wir zum leben und zum Entspannen brauchen, alles zu Fuß erreichen kann. Was mir nicht gefällt ist so manche Einstellung, alles Neue erstmal abzulehnen oder gar mies zu reden. Da könnte ich an die Decke gehen. Bei mir ist es genau umgekehrt. Alles was neu, innovativ, aussergewöhnlich ist, da stellen sich bei mir sofort alle Antennen auf. 

Deshalb haben Sie auch den Fernwehpark geschaffen?

Genau. Durch meine Reisen in der Welt spreche ich nicht aus der Theorie sondern aus der Praxis. Ich weiß wie wunderschön unser Planet Erde ist und wie dumm der Mensch, der durch Krieg, Terrorismus, Macht- und Geldgeilheit soviel kaputt macht. Deshalb steht der Fernwehpark als öffentliches Zeichen für eine friedvollere Welt und gegen Rassismus. Ich wollte für HOF mit dem Fernwehpark  Attraktion schaffen, die sonst keiner hat. Ein Alleinstellungsmerkmal. Das ist gelungen, denn der Fernwehpark hat in über 2000 Presseberichten weltweit Hof in der Welt bekannt gemacht, steht durch dieses Projekt in allen Reiseführern, unzählige TV-Teams haben hier schon gedreht und Besucher und Gäste stehen plötzlich Stars gegenüber, die einfach mal so vorbei schauen. 

Herr Beer, was wäre Ihr Traumberuf gewesen?

"Da gibt es nicht viel zu überlegen. Kameramann. Ich würde wenn es noch ginge, sofort  die Filmhochschule in München besuchen, selbst Kinofilme drehen, und gerne auch selbst vor der Kamera agieren. Am liebsten gut gemacht Actionfilme drehen mit Super Specialeffects. Vorbild Bruce Willis, Stallone und Schwarzenegger. Ein großes Faible habe ich aber auch für Naturfilmdokumentationen und Roadmovies. Ich bin begeisterter Cineast und genieße mein Heimkino mit 3-D Beamer und Großleinwand. Deshalb verursacht allein schon das Wort HOLLYWOOD Gänsehaut bei mir und ich lasse keine Gelegenheit aus, dort zu sein. "

Was bedeutet Heimat für Sie?

Heimat ist für mich, sorry, nicht Hof, nicht Oberfranken, nicht Bayern, nicht Deutschland. Für mich ist Heimat - die Welt. Ich denke global. Wenn ich die Augen schließe, sehe ich die Palmenhaine von Kerala in Südindien oder in Sri Lanka vor mir vorüberziehen, die Zeremonien an den Gats in Varanasi / Benares am Ganges, das Outback in Australien, exotische Märkte in Indien, Nepal oder Ladakh und eben mein geliebtes Amerika, wo ich bislang 25 mal mit der Film- und Fotokamera und auch als Reiseleiter unterwegs war. Ein uraltes Westernkaff an der Route 66, das ist es… Gedanklich immer bin ich in L.A. und wie gesagt Hollywood. Beverly Hills, Santa Monica, Malibu, Venice, das ist MEINE WELT. Dann folgt gleich Las Vegas. Nächste Lieblingstadt ist Hongkong und München. Wenn ich mich für Deutschland entscheiden müsste, würde ich nur in München leben wollen. Ich kann mit Berlin nichts anfangen. Ich brauche lange Fußgängerzonen, da ich wahnsinnig gerne shoppen oder auch nur Schaufensterbummeln gehe. Das ist für mich Entspannung pur. Aber das mache ich nur allein. 

Herr Beer, wir danken Ihnen für dieses Interview.


Mit Kai Losert bei Radio Euroherz

Kai wurde im Diakonissenhaus geboren, ist also „durch und durch“ Hofer. „Als Kind konnte ich mich richtig schön austoben, ganz toll fand ich den Otterberg, besonders im Winter zum Schlittenfahren. Gerne denke ich auch an die vielen Spaziergänge mit meinen Eltern und Großeltern zurück. Die Spielplätze an der „Papageiensiedlung“ sind mir auch noch gut im Gedächtnis“, erinnert er sich. 

„Der Moderatorberuf ist mir fast in die Wiege gelegt worden. Wenn ich als Kind im Laufstall etwas quengelig war, hat mein Vater eine Schallplatte aufgelegt und ich habe mich wieder beruhigt, meistens war dies entweder Gunther Gabriel oder Boney M“, erzählt Kai lachend.

„Als ich dann meinen ersten Radiorecorder geschenkt bekam, war eines meiner Lieblingsbeschäftigungen mich selbst auf Kassette aufzunehmen. Begeistert habe ich damals auch Sendungen wie die B3 Radioshow mit Thomas Gottschalk und Günther Jauch aufgenommen."

Seine ersten Schritte als Moderator unternahm Kai Losert über das Internet, fünf Jahre lang ging er sozusagen vom Wohnzimmer aus „On Air“. Als Moderator und Sprecher ist er mittlerweile bei verschiedenen Radiostationen und auch bei Veranstaltungen im Hofer Umland tätig. „Das Lokalradio hat für mich auch die Bedeutung, ein Stück Hof in die Welt hinaus zu tragen“ sagt Kai.

Für Hobbys bleibt ihm da leider nicht viel Zeit. „Einerseits bin ich Computerfreak, gerne erstelle ich auch Videofilme. Ein ganz großes Steckenpferd von mir ist die Hofer Stadtgeschichte. Dazu soll in meiner Gruppe „Hof History“ die Geschichte lebendig gehalten und auch jungen Menschen nahegebracht werden. Hierzu suchen wir auch immer Aufnahmen von früher."

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Schlappenkönig 2015

"Hof hat viele Facetten. Die Lebensart, die Menschen, das Umgehen miteinander. Ein großer Ruhepol ist für mich der Untreusee. Ich mag ebenso die Kneipenkultur in der Innenstadt. Beruflich bin ich teilweise viel unterwegs, und ich stelle immer wieder fest wenn ich wieder nach Hof zurückkomme: hier ist meine Heimat wo ich alles habe, was ich brauche.
 
Heimat ist nicht nur der Ort, wo man sich zuhause fühlt, sondern auch wo man willkommen ist. Wenn man - trotz mancher „Macken“ -  seine Heimat, seine Stadt so liebt und so nimmt wie sie ist, dann fühlt mann sich hier immer zuhause und willkommen."

 

Mit Marina vom Lettenbachsee zum Steinbruch

Die Hoferin Marina ist in der Schleizer Straße aufgewachsen. „Dort bin ich auch geboren. Die wenigsten dürften noch wissen, dass in der Schleizer Str.9 einmal ein Krankenhaus war. Wir waren acht Geschwister, da war viel los“, erinnert sie sich lachend. „Wir haben Gemeinsamkeit und Teilen gelernt, das waren gute Werte“, fügt Marina hinzu.

„Eine besondere Kindheitserinnerung ist für mich das Hofer Volksfest. Mit der ganzen Familie sind wir damals den Schützenweg hinauf zum Fest maschiert, das war für mich immer ein großes Erlebnis. Oft sind wir Kinder auch mit der Oma bei Leimitz und Jägersruh Pilzesuchen gegangen. An die Zugfahrt nach Stegenwaldhaus zum Wandern erinnere ich mich auch sehr gerne“, strahl sie.

Beruflich war Marina lange in der Alten- und Behindertenpflege tätig. „Nach einem Bandscheibenvorfall durch das häufige schwere Heben habe ich immer mehr den Sinn des Lebens hinterfragt und mich - gläubig war ich schon immer - noch intensiver dem christlichen Glauben zugewandt.  Vor elf Jahren gründete ich einen Gebetskreis und mache nun freiberuflich Handauflegen im Gebet."

In ihrer Freizeit geht die Mutter von zwei Kindern gerne mit ihrem Hund spazieren oder geht mit ihrem Mann und den Enkelkindern wandern.

An Hof liebt Marina die vielen herrlichen Grünflächen sowie die Menschen. „Besonders schön finde ich die Stadtführungen, ich war z.B auch schon bei Dieter Brandl mit auf einem Nachtwächterrundgang. Hierbei wird auch jungen Menschen unsere Heimat nahegebracht."

 

Mit Dieter Brandl am Hallplatz

Der Hofer Nachtwächter Dieter Brandl

Unser ausführliches Fotoessay zum Nachtwächterrundgang gbt es hier:

Bei unserem Projektinterview hat uns Dieter viel aus seinem Leben erzählt:

„Ich bin ein echter Hofer. Meine Eltern stammten ebenso aus Hof, aufgewachsen bin ich in der Poststraße. Zur königlich-bayerischen Länderbahnzeit hieß diese noch Bahnhofstr. Für uns Kinder war die Gegend um den Hallplatz ein herrlicher Spielplatz, zu den umliegenden Bahndämmen führten kleine Trampelpfade“. Die Faszination „Eisenbahn“ sollte ihn bis heute begleiten.

Dieter erinnert sich gerne an seine Kindheit:
„Im Gasthof „Alter Bahnhof" waren nach Kriegsende amerikanische Soldaten untergebracht. Sie schenkten uns oft Schokolade, Apfelsinen und Kaugummi“, schmunzelt er. „ Der Wärschtlamo kam zu meiner Schulzeit direkt mit seinem Korb und Messingkessel noch zu Fuß an die Schule. Das war natürlich immer ein Erlebnis wenn man "a boar Wärschtla" gegessen hat, das war ein Grundnahrungsmittel - so wie später das Bier“ fügt er lachend hinzu.

Beruflich hat Dieter Brandl den Staatl.gepr. Techniker für Elektrotechnik in Hof gemacht, im Anschluss die Meisterprüfung Radio- und Fernsehtechniker in Bayreuth. „ "Seit 1975 war ich dann bis zur Rente Techniker (Zivilangestellter) bei der Bundeswehr in Hof. Diese Zeit möchte ich nicht missen."

In seiner Freizeit wird es dem Nachtwächter nicht langweilig. „Hobbys gibt es viele. Fotografieren, Beschallungstechnik, und natürlich die Eisenbahn.“ Dieter ist stolzer Besitzer einer eigenen Lok. Nach Einstellung des Bahnbetriebes im Höllental wollte er dort sogar eine Museumsbahn eröffnen. Leider fehlte damals der entsprechende Mäzen für die Planungen, so dass die Regierung von Oberfranken schließlich in die Museumsbahn „Dampfbahn Fränkische Schweiz“ bevorzugte. „Schade“, meint Dieter, „das wäre dort im Höllental eine tolle Sache gewesen."

Was schätzt unser Nachtwächter an Hof? „Ich danke meinem Herrgott, dass ich erleben durfte, als 1989 die Mauer fiel. Dadurch wurden viele historisch und fremdenverkehrsmäßig interessante Regionen wieder zugänglich. Besonders gerne bin ich an den Saaleauen, am Theresienstein und im Kleinzoo. Außerdem gehen wir regelmäßig ins Theater.

Im Jahr 2007 bin ich zum 575. Schlappentag erstmalig als Nachtwächter aufgetreten. Der damalige Kreishandwerksmeister regte an, dass die Fachbereichsleiter und Obermeister in historischen Uniformen zum Jubiläum mit marschieren sollten. Da der Nachtwächter im Mittelalter Informationen weitergab, hatte ich die Idee, passend zu meinem Beruf in der „Informationstechnik“ ,als Nachtwächter aufzutreten. 2008 regte er an, Stadtführungen mit dieser historischen Figur anzubieten. "Seit August 2009 habe ich nun schon über dreieinhalb tausend Begleiter auf meinen Rundgängen gehabt."

 

Mit Birgit, Jörg und Emma auf dem Hofer Volksfest

 

Birgit ist in Pfaffenhofen an der Ilm geboren. „Dort in der schönen Holledau bin ich auch aufgewachsen. Mich hat es erst später nach Hof verschlagen“, schmunzelt sie. „Seit 2007 lebe ich nun hier. Damals war ich beruflich in Coburg tätig und habe dort meinen Mann kennengelernt.“ Das Paar wohnt seit 2008 in Jägersruh.

Jörg ist ein echter Hofer. „Ich bin im „Vertl“ aufgewachsen, in der Leimitzer Straße.“ Für Hobbys bleibt der Familie nicht viel Zeit. „Alles dreht sich derzeit um Emma“, erzählt Birgit. „ Sehr gerne sind wir mit ihr schwimmen oder im Hofer Zoo, es gibt ja so tolle Möglichkeiten für Kinder hier in Hof.“

Jörg ist beim Verband Christlicher Pfadfinerinnen und Pfadfinder sehr aktiv. „Früher bin ich dadurch relativ viel auf der Welt herumgekommen und habe so auch schätzen gelernt, wie schön wir es doch zuhause haben. Mein Neffe ist derzeit auf dem 23. World Scout Jamboree in Japan. Ich habe dort gelernt, bereits in jungen Jahren viel Verantwortung zu übernehmen und würde mich freuen, wenn meine Tochter auch diesen Weg geht."

Das Paar ist sich einig. „Wir schätzen in Hof besonders die vielen Grünflächen, das Leben ist hier auch noch etwas entschleunigt“, meint Jörg.

„Ich schätze vor allem den Lebenswert in Hof und Jägersruh. Man hat alles vor Ort“, ergänzt Birgit.

„Heimat ist für mich der Ort, an den ich immer wieder gerne zurückkehre, wo ich mich dazugehörig und geborgen fühle.
Heimat erkennt man oft erst dann, wenn man mal weg war, egal wie lange. Und dann kommt man wieder nach Hause und stellt fest: daham is hold am schennstn.“ fügt Jörg hinzu.

 

Mit Britta in Rehau

Britta wohnt seit zweieinhalb Jahren in Rehau. Die echte Hoferin kommt jedoch aus dem „Vertl". „In der Breslaustraße bin ich aufgewachsen. Eine Zeit lang habe ich auch in der Jahnstraße und in der Bahnhofstraße gewohnt, aber irgendwie hat es mich doch immer wieder ins „Vertl“ zurückgezogen“, lacht Britta.

„Gerne war ich als Kind in Krötenbruck zu Besuch bei Oma und Opa. Schön war es auch oft in Weißlenreuth, mein Opa hatte früher dort ein Lkw - Unternehmen."

Die gelernte Bäckereifachverkäuferin ist derzeit Hausfrau. „Meine Tochter ist 13 und mein Sohn wird im August 3 Jahre alt", strahlt die glückliche Mutter.

„In meiner Freizeit gehe ich viel spazieren und bin oft bei dem Verein der Hundefreunde. Hier sind viele schöne Feste, im November ist Schlachtschüsselessen, so richtig familiär."

„Die Menschen in Hof sind einfach gut drauf und lustig. Auch für mich spielt der Dialekt eine große Rolle. Wo gibt es denn sonst so ein schönes Wort wie zum Beispiel „Oarschwaafn“?

 

Mit Michael in Leupoldsgrün

Was sind eigentlich Werte ? Wikipedia definiert diese „als erstrebenswert oder moralisch gut betrachtete Eigenschaften“. Beim Blick in die Medien oder im Kontakt mit verschiedenen Zeitgenossen und “Schlipsträgern" scheint nach unserer Wahrnehmung oft jede Wert- oder Moralvorstellung zu fehlen.

Da ist es in der heutigen Zeit fast schon eine wohltuendeAusnahme, wenn wie bei Menschen wie unserem Kandidaten Michael Werte wie Ehrlichkeit und Respekt in den Lebensmittelpunkt gestellt werden.

Michael ist gebürtiger Hofer. Der Vater von sechs Kindern wuchs in Hof auf und verzog später nach Leupoldsgrün . „Meine Frau habe ich in Hof kennengelernt, dort wohne ich auch heute wieder. Meine Eltern und Großeltern leben in Leupoldsgrün.“
 
Gerne denkt er an seine Kindheit in Hof zurück :“ Als „Gunger“ war man früher eigentlich immer den ganzen Tag im Freien. Im Winter war ich auch gerne zum Rodeln am Otterberg oder im Sommer zum Baden am Untreusee."

Seit 13 Jahren ist Michael Berufskraftfahrer. „ Ich fahre Wechselbrücken, häufig ist man hier die ganze Nacht beschäftigt“, berichtet er.

In seiner Freizeit ist Michael viel mit seinen Kindern in der Natur. Zudem fährt er leidenschaftlich gerne Motorrad. „Ich bin Hangaround (Anwärter auf den Prospectstatus) beim Motorradclub „Blood Red Section“ in Hof. (Anmerkung: Dies war zum Zeitpunkt der Aufnahmen 2015, heute ist Michael Vollmember)

In den Medien werden Motorradclubs oftmals sehr negativ dargestellt. Was sagt Michael zu diesem Thema?
 
„Bei uns sind die Türen offen. Wir haben offene Abende und Partys in unserem Clubhaus, dazu ist jedermann herzlich eingeladen. Wir organisieren ebenso Tattoo - Conventions, einmal im Jahr gibt es sogar einen Tag der offenen Tür für die ganze Familie. Dort darf sich jeder gerne ein eigenes Bild machen. Wir sind als Motorradfahrer Menschen wie jeder andere auch - und so möchten wir auch behandelt werden - wer uns mit Höflichkeit und Respekt begegnet, wird von uns ebenfalls respektvoll behandelt."

An de Region Hof schätzt Michael vor allem die ländliche Umgebung. „Durch meinen Beruf bin ich auch viel in Großstädten unterwegs, das ist für mich eher erdrückend. Ich brauche Wald, ich brauche Natur."

 

 

Mit Julie am Theresienstein

Julie wurde in Hof geboren und ist in Schauenstein bzw. Windischengrün aufgewachsen. Mittlerweile wohnt die gelernte Hotelfachfrau wieder in Hof und fühlt sich sehr wohl hier. Ebenso mit bedauern sieht Julie die negative Einstellung mancher junger Menschen gegenüber ihrer Heimat.
 
„Ich liebe den Zoo und den Botanischen Garten, dort war ich auch schon als Kind sehr gerne. An der Region schätze ich die Menschen, den Dialekt natürlich, außerdem finde ich, dass Hof sehr kinderfreundlich ist."

„In meiner Freizeit bespaße ich mein Kind“, lacht sie," sonst bin ich einfach viel draußen unterwegs."

 

Mit Mary am Labyrinth

Die gebürtige Leupoldsgrünerin begeistert sich für Fotografie, Videoproduktionen und für das Mittelalter.

An Hof liebt sie die ländliche Umgebung, die Möglichkeit schnell in der Natur zu sein. Sie schätzt die gute Anbindung zur Autobahn, um so schnell ihren Freund in Bamberg oder Großstätte zu erreichen.

Bereits aus Jugendliche von 12 Jahren war das „Labyrinth“ ein Ruhepunkt und Kraftort für sie, auch heute noch ist sie sehr gerne dort.

 

Mit Ravinder in der Fabrikzeile

Ravinder und Mary

Der 22-Jährige ist in Hof geboren und Bahnhofsviertel aufgewachsen. Derzeit studiert er in Bamberg Lehramt für Realschulen, die Fächer Englisch und Geschichte.

Seine beiden großen Hobbys: Autos und Musik.

Indien, das Heimatland seines Vaters, hat er schon öfters besucht. Gerne denkt er an das gemeinsame Fahrradfahren als Kind mit ihm am Untreusee.

Hof ist für ihn „einfach Heimat“, er möchte auch nach dem Studium in jedem Fall in Oberfranken bleiben.

"Am Foto mag ich, dass es einen Moment aufleben lässt, der unmöglich noch einmal nachzumachen ist. Vorbei, für immer.”  Diese Worte Karl Lagerfelds treffen besonders auf diese "Location" zu. Die Mauer mit dem Graffiti wurde mittlerweile abgerissen.

 

Mit Ellie am Pfaffenteich

Pfaffenteich und Lebensfreude

Die Studentin Elisa brachte mit ihrem bezaubernden Lächeln die Sonne am Pfaffenteich noch mehr zum strahlen.

Die gebürtige Hoferin ist in Krötenbruck aufgewachsen.
"Ich liebe den Pfaffenteich, hier habe ich als Kind oft gespielt.Leider bin ich derzeit nur an den Wochenenden in Hof, da ich in Bamberg studiere.“

Nach ihrem Bachelor Studium in Jena macht sie dort ihren Master im Bereich Denkmalpflege. „Für meine spätere berufliche Tätigkeit wünsche ich mir, dass ich dort mein Wissen und mein Wesen einbringen kann, das mir die Arbeit in einem angenehmen Teamumfeld einfach Spaß macht."

Der Gesang ist Elisas große Leidenschaft. Sie ist Sängerin in dem Akkustikduo Sunbow (Schwerpunkt Rockballaden). Man kann sie aber auch solo als Hochzeitssängerin buchen. Zudem spielt Elisa Fußball beim FC Wiesla Hof.

Warum lebt Elisa so gerne hier?

„Außer dem Pfaffenteich bin ich auch sehr gerne am Untreusee, vor allem in den frühen Morgenstunden. Der Ausblick über unsere Stadt vom Wartturm aus ist auch sehr schön. Ich liebe unseren Dialekt. Vor allem als ich in Jena studierte habe ich ihn unglaublich vermisst, der gehört einfach zu mir. Ich finde unsere Natur und die Landschaft wunderschön. Ich mag die Menschen, unsere Feste, und ich mag einfach dieses Heimatgefühl, man gehört dazu, trifft überall Bekannte und fühlt sich einfach zuhause."

 

Mit Sebastian am Bahnhof

Der Hofer Sebastian Schott hatte als Kind einen spannenden Spielplatz: den Bahnhof! „Meine Oma wohnte direkt im Bahnhofsgebäude im 2. Stock. Dort haben wir auf dem Dachboden oder auch in den weitläufigen Kellern gespielt, und zudem haben wir natürlich das gesamte Bahnhofsviertel unsicher gemacht“, fügt er lachend hinzu. „Wahrscheinlich führten diese Kindheitserlebnisse zu meinem heutigen Beruf“, überlegt er.

Beruflich hat Sebastian interessante Stationen durchlaufen. "Nach meiner Ausbildung zum Industriemechaniker wollte ich zur Marine. Mein Dienst begann mit einem Praktikum im U-Boot Ausbildungszentrum Eckernförde. 2004 absolvierte ich eine Weiterbildung zum Schiffsbetriebstechniker in Stralsund und kam danach aufs Segelschulschiff „Gorck Fock."

Hof ließ in in dieser Zeit nie los, so dass Sebastian nach der Zeit auf See die Entscheidung traf, bei der Bahn zu arbeiten und dadurch wieder regelmäßig zuhause sein zu können. Es folgte die Ausbildung zum Lokführer, von der Rangierlok bis hin zum ICE.

"In meiner Freizeit bin ich gerne mit meinem Hund unterwegs und viel am Untreusee. In den Wintermonaten gehe ich oft in die Hof-Sauna. Hof ist einfach meine Heimat, hierhin hat es mich immer wieder zurückgezogen.


Mit Robin in der St. Johannes Kirche

Die Frage „Was ist Heimat“ stellen wir oft in diesem Projekt. Sicherlich ist dies einerseits oft der Platz unserer Kindheit, der Ort wo wir aufgewachsen sind.

Heimat kann aber auch ein Ort der Vertrautheit, vielleicht sogar ein Ort der Ruhe und des Wohlbefindens sein.

Und so fühlt wohl auch unser nächster Teilnehmer bei „Hof - Do bin iech daham“. Robin Eitner hat sich als Lieblingsort für sein Shooting die St. Johannes Kirche in Hof ausgesucht.

Unser herzlicher Dank gilt dem Pfarrer von St.-Johannes, Herrn Hans-Christian Glas, für die Genehmigung der Aufnahmen.

Wie so viele unserer bisherigen Teilnehmer ist Robin Eitner im „Vertl“ geboren und aufgewachsen. Dort wohnt er auch heute noch bei seinen Eltern in der Lindenstraße.

„Seit meiner Konfirmation engagiere ich mich sehr in der Kirche St. - Johannes. Ich finde die Kirche einfach schön. Ganz toll ist auch die Gemeindearbeit, die hier geleistet wird.
Ich lese vor oder helfe bei den DELFJ - Gottesdiensten mit. Die Abkürzung steht für Denken-Leben-Feiern in Johannes. Fünfmal im Jahr findet dieser besondere Abend mit Musik und anschließendem Imbiss statt."

"Ansonsten bin ich in meiner Freizeit gerne draußen unterwegs, spiele ab und zu Fußball und beschäftige mich gerne mit dem Computer."

Was schätzt Robin an Hof besonders?

„Ich finde die Stadt und die Umgebung einfach toll. Auch die Atmosphäre hier, da passt einfach alles. Ich bin auch viel mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs, die Stadt Hof hat ein tolles Busnetz, welches ich sehr gerne nutze."

Welche beruflichen Pläne und Ziele hat Robin?

„Ich habe jetzt die Wirtschaftsschule abgeschlossen und beginne im September eine Ausbildung zum Elektriker. Der Bereich Elektronik interessiert mich sehr. Zum Leidwesen meiner Eltern habe ich den Traum „Berufskraftfahrer“ im Kopf“, berichtet Robin lachend. „Ich würde einmal wahnsinnig gerne in Hof Bus fahren."

 

Mit Lisa, Stefan und Laura am kugelbrunnen

Lisa ist gebürtige Hoferin ist im „Vertl“ aufgewachsen, in der Gabelsberger- und später in der Oelsnitzer Straße. „Im Winter war ich sehr gerne mit meiner Mutter am Eisteich. In den Sommermonaten waren wir sehr oft im Freibad, wir hatten da einen „Stammplatz“, an dem wir uns immer mit fünf Familien getroffen haben“, erinnert sie sich.

Ihr Mann Stefan kommt aus Kaufbeuren. In der gemeinsamen Freizeit ist das Paar gerne auf Inline-Skates unterwegs und nutzt gern das Hallenbad und Freibad in Hof. „Ganz toll ist das Angebot der Musikschule. Laura nimmt hier schon am Unterricht der Hofer Symphoniker Teil. Kürzlich hat sie erst Ballett für sich entdeckt, unser Theater bietet hervorragende Kurse für kleine Kinder an“, schwärmt die stolze Mutter.

An Hof schätzt die Familie die umfangreichen Freizeitmöglichkeiten und die vielen Veranstaltungen. „Wer sagt, in Hof ist nichts los, sitzt wahrscheinlich nur zuhause“, meint Lisa. Ihr Mann Stefan ergänzt: „So viele kostenlose Freizeitangebote gibt es woanders nicht. Das Saaleauenfest könnte von mir aus die ganzen Sommermonate durchgehend stattfinden."