Lebensart

 
 

Bier & Broudwärscht gehören untrennbar zum fränkischen Lebensgefühl. Reichlich kann man diese Lebenselexiere am Hofer Schlappentag genießen.

 

Wir schreiben das Jahr 1432 n.Chr. Ganz Franken leidet unter den Hussiten. Ganz Franken ? Nein! Eine kleine Stadt, dessen schlagkräftige Einwohner durch einen Zaubertrank (Schlappenbier) und Broudwärscht über gewaltige Körperkräfte verfügen, hört nicht auf, den Eindringlingen Widerstand zu leisten. Unsere wackeren Hofer, deren Sprache sie nur selbst verstehen, begrüßen die Fremdlinge mit dem Ruf “etzert werd ihr gschwart, ihr Gleeskepf!"...

Spaß beiseite, leider war es nicht ganz so wie bei "Asterix".........

Den Hofer Schlappentag gibt es schon seit 1432. Zwei Jahre zuvor fielen in Franken die Hussiten ein, und die Stadt Hof wurde im Jahr 1430 gestürmt. Dies erforderte nun eine neue Organisation der Hofer Bürgerwehr. Eine Schützengilde, größtenteils bestehend aus Handwerkern wurde sodann 1432 gegründet.

Um an den regelmäßigen Pflichtschießübungen teilzunehmen und eine Strafe zu vermeiden gingen viele Schützen am letzten Schießtag des Jahres, dem 1. Montag nach Trinitatis morgens in ihrer Handwerkskleidung und den ortsüblichen Holzschuhen, den Schlappen, zum Schießhäußchen

Heute findet am Sonntag vor dem Schlappendoch ein Schützenwettbewerb statt. Der Schlappenkönig, also der Sieger erhält eine silberne Kette mit den Emblemen der Handwerksinnungen und  Hofer Schützenvereine.

 

Viele Gäste aus Nah und Fern sind bei dem Umzug dabei.

 

Alljährlich wird der Schlappenkönig gekrönt, 2015 war dies der Moderator und Sprecher Kai Losert.

 

1949 hatte Helmut Junghans vor dem Juwelier Tworke angefangen, 45 Jahre stand er dort bei Wind und Wetter. Sein Sohn Thomas ( auf unserem Foto vom August 2015) trat in dessen Fußstapfen und hörte im vergangenen Jahr auf, seither ist der Platz vor dem Altstadthof leer... Schade, für mich war es einfach viele Jahre lang “mein Wärschtlamo” und in den Jahren weg von Hof stets die erste Anlaufstelle bei Besuchen in der Heimat. Auch sah man ihn immer auf der Webcam von Extra-Radio. Hold a echts Hofer Orichinol. Freilich wird die Tradition weiterhin von wackeren Wärschtlamännern gepflegt.

 

Marlene Speck, Bayerische Bierkönigin 2015

Marlene Speck, Bayerische Bierkönigin 2015

Bier ist ein Kulturgut und gehört einfach zu Franken.

Ich bin gegenüber der Deininger Kronenbräu aufgewachsen, den Duft von frischen Trebern rieche ich heute noch gerne...

Der Hofer Herold Dieter Busch verkündet das Reinheitsgebot.

Tag der offenen Tür bei der Brauerei Meinel

 

Brauerei Meinel

"Himmel, welch ein Bier!" rief entzückt dereinst schon Jean Paul. Die Meinel-Bräu ist die letzte Familienbrauerei in Hof. Bereits seit 1731 werden hervorragende Bierspezialitäten gebraut.


Brauerei Scherdel

1831 begann der Georg Matthias Scherdel mit dem Bierbrauen, anfangs noch in den Kommunbrauhäusern, später im eigenen Brauhaus am Unterkotzauer Weg.

 

Brauerei Maisel

Viel erleben kann man bei der Traditionsbrauerei Maisel in Bayreuth: Eine Bier-Erlebniswelt mit Brauereimuseum und das Kult-Lokal "Liebesbier" warten auf den Besucher.

Der fränkische Bratwurstgipfel in Pegnitz

 

Metzgereien aus Unter-, Mittel- und Oberfranken kämpfen um den heiß begehrten Titel des "Fränkischen Bratwurstkönigs.